Japanische Namen

Ein Artikel aus dem Blog “Japanisch Lernen – Japanisch Lernen für Anfänger” von Alexander Menne


Japanische Namen

Namensanordnung
In den meisten ostasiatischen Ländern, wie China oder Korea, kommt der Familienname zuerst. Erst danach wird der persönliche Name genannt oder geschrieben. Das gilt auch für japanische Namen. Auch hier kommt der „Myoji“ vor dem „Namae“. Allerdings bevorzugen mehr und mehr Japaner die moderne westliche Schreibweise. Wenn Du mit Japanern in einer westlichen Sprache, wie zum Beispiel in Englisch oder in Deutsch, kommunizierst, kannst du also davon ausgehen, dass der vorangestellte Name, wie bei Akira Kurosawa, auch wirklich der Vorname ist. Im Japanischen selbst sieht das natürlich wieder anders aus.

Familiennamen
Die meisten japanischen Familiennamen bestehen aus zwei Kanji. Die Bedeutung dieser Kanji bezieht sich auf Natur, geografische Merkmale oder Orte. Zum Beispiel Berg (Yama), Baum (Ki), Reisfeld (Ta), Insel (Shima), Dorf (Mura), Brücke (Hashi), dazwischen (Naka) oder darunter (Shita).
Einige der am weitesten verbreiteten Familiennamen sind Sato, Suzuki, Takahashi, Tanaka und Watanabe – die japanischen Müller, Meier und Schmidt!

Vornamen
Auch die japanischen Vornamen bestehen meistens aus zwei Kanji. Diese jedoch erzählen hauptsächlich von den Vorzügen ihres Trägers, wie zum Beispiel Intelligenz, Schönheit, Liebe oder Licht. Sehr beliebt sind auch Blumenarten, die vier Jahreszeiten oder Naturphänomene. Einige benennen auch die Reihenfolge bei der Geburt wie erster Sohn, zweite Tochter und Ähnliches. Nicht selten kann bereits an der Endung das Geschlecht des Trägers erkannt werden. Vornamen mit den Endungen -ro, -shi, -ya, -to oder -o sind typisch männliche Namen. Sehr beliebt sind zur Zeit die männlichen japanischen Namen Souta, Kaito, Haruto, Yuuki und Yuuta.
Weibliche Endungen dagegen sind üblicherweise -ko, -ta, -ki, -mi, -e und -yo. Viele Mädchennamen benutzen auch das Hiragana wegen des weicheren Gesamteindrucks. Bekannte Beispiele dafür sind
Hikari, Hinata oder Sakura. Generell liegt der Trend neuerdings bei zwei Silben für moderne Mädchennamen, wie zum Beispiel Miyu, Yui oder Hina. Westliche Namen erfreuen sich wegen ihrer „Exotik“ ebenfalls steigender Beliebtheit. Allerdings werden ausländische Namen im Gegensatz zu den japanischen Namen meistens mit dem eher eckigen Katakana beschrieben.

Titel
Nur Kinder und sehr nahestehende Menschen werden auch beim Vornamen genannt. Erwachsene Japaner kommunizieren fast ausschließlich über ihre Familiennamen. Dazu kommt auch meistens noch ein Titel, und diese gibt es viele, abhängig vom Geschlecht und der sozialen Stellung. Diese werden einfach an die japanischen Namen angehängt. Einige der Gebräuchlichsten sind die folgenden:

San: ein neutraler und häufig verwendeter Titel. Bei sehr formellen Gelegenheiten ist er jedoch nicht höflich genug.
Sama: Höflicher als San wird dieser Titel meistens in Briefen benutzt. Passt zu vielen formellen Anlässen, aber zu höflich für alltägliche Gelegenheiten.
Kun: eine Bezeichnung für Kinder und junge Leute. Sie sollten allerdings jünger als Du selbst sein.
Chan: eine Bezeichnung für sehr junge oder sehr vertraute, nahestehende Menschen.
Sensei: der passende Titel für Doktoren oder Lehrer. Eigentlich für jeden, von dem Du Instruktionen, Hilfe und Anleitungen erwartest.

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